Status der Witwen:
Der Status der Witwen in Indien ist oft ein Menschen verachtender. Eine Frau, die ihren Ehemann verloren hat, wird angesehen, als ware sie für dessen Tod verantwortlich. Aus diesem Grund leidet sie sehr stark daran und erfährt zahlreiche Erniedrigungen.
1.Die Gesellschaft sieht auf sie herab. Sie kann an den gesellschaftlichen Funktionen, wie Hochzeiten, Festivitäten oder anderen Feierlichkeiten (davon gibt es in Indien genügend), nicht teilnehmen. Sie darf keinen Schmuck und Blumen tragen wie andere Frauen. Wenn man einer Witwe auf der Straße begegnet, wird es als schlechtes Omen angesehen. In manchen Gemeinschaften ist es den Witwen untersagt wieder zu heiraten, ohne Rücksicht auf das Alter zu nehmen. In manchen Teilen Südindiens ist es den Witwen untersagt farbige Kleider zu tragen. Sie sollten immer im weißen Sari aufgefunden werden.
2.In der Familie, speziell in Gemeinschaftsfamilien,erfährt sie eine
unwürdige Behandlung. Sie wird in der Küche eingesperrt und sollte sich
niemals öffentlich zeigen, speziell zu den diversen Festlichkeiten. Sie muss
alle unangenehmen Tätigkeiten und Arbeiten im Haus erledigen. Sie darf nicht mit Männern
sprechen. Und es ist nicht unüblich in Gemeinschaftsfamilien, dass sie . von Männern misshandelt.
sexuell missbraucht, und ausgebeutet wird.
Kurz, eine Witwe ist das Symbol der totalen Unterdrückung und Ausbeutung in der Männer
orientierten indischen Gesellschaft. Auf der anderen Seite, erfährt ein Witwer nichts von all diesen
Dingen, und an ihm haftet kein schlechter Ruf.
Psychische und gesellschaftliche Stellung der Witwen:
Die Unterdrückung und Folter, die diese Witwen erfahren, führt zu einer psychischen Unausgeglichenheit und zu Depression. Sie verlieren ihr Interesse am Leben und ihr Selbstbewusstsein. Viele werden dadurch gezwungen mit ihren Kindern Selbstmord zu begehen. Sozial sind sie von den Männern abhängig, die sie erhalten müssen. Aber diese wirtschaftliche Abhängigkeit ist der Hauptgrund für ihre unterdrückte Lebensweise.
Frauen im Allgemeinen haben kein großes Ansehen und Witwen stehen daher am letzten möglichen Rang überhaupt. Selbst von Frauen werden diese degradiert.
Unterstützung:
Diese Witwen sollen unterstützt werden. Ihre Einstellung über sich selbst
und ihre Zukunft, also ihr ganzes Selbstbewusstsein soll gestärkt werden.
Eine finanzielle Unabhängigkeit durch ein einkommensgeneriertes Schema
würde das bewirken. Auch ihre Kinder brauchen Hilfe und Unterstützung für
die Ausbildung, um eine hoffnungsvolle Zukunft zu sichern.
Einkommensgenerierung durch Ankauf von Milchtieren:
Die Witwen sollen lernen unabhängig zu werden. Durch Ankauf von Milchtieren, wie Kühe, Schafe oder Ziegen, kann dies erreicht werden. Soweit möglich werden. Witwen mit 2 oder mehr Ziegen oder Schafen pro Jahr, oder bei größeren Spenden mit einer oder mehreren Kühen versorgt. Damit konnen sie weitere Tiere züchten. Die weiblichen Tiere bringen 1-3 weitere Jungtiere hervor. Die männlichen konnen am Markt verkauft werden. Zusätzlich erhalten sie durch die tagliche Milchversorgung ein eigenes Einkommen.
Einkommensgenerierung durch Schaffung von
Witwenhäusern:
Durch Ankauf eines Feldes und Bau von Häusern, können
Witwen eine neue Art des Zusammenlebens erleben. In diesem
Haus sollen nur Witwen aufgenommen werden. Sie sollen dort
mit ihren Kindern und mit anderen Witwen in Gemeinschaft
zusammenleben. Dadurch sind sie nicht nur vor diversen
Angriffen geschützt, sie bekommen auch die Chance sich in
die Gesellschaft positiv einzubringen.
Dies wird durch Schaffung von Arbeitsplätzen im Witwenhaus
erreicht. Sie sollen jegliche Tätigkeiten die im Haus anfallen
selbst übernehmen. Jüngere Witwen sollen auf alte und
gebrechliche Witwen acht geben. Andere können kochen,
Wäsche waschen, sauber machen, nähen oder auf die Kinder
aufpassen. Andere Witwen sollen das Feld bestellen und auf
Milchtiere aufpassen, während wieder andere oder ihre Kinder
auf den Märkten die Produkte (Gemüse, Obst, Milch,
männliche Milchtiere, usw.) verkaufen. Diverse Arbeiten beim
ständigen Zubau des Witwenhauses, sollen auch von diesen
Witwen erledigt werden. Auch sollen sie bevorzugt für
Arbeiten im Spital und in der Schule eingesetzt werden.
Für die noch zur Schule gehenden Kinder der Witwen kann
vielleicht eine Kinderpatenschaft aufgebaut werden, um diesen eine Ausbildung zu ermöglichen.
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Dadurch haben die Witwen nicht nur eine Arbeit, sie beginnen auch wieder mehr Sinn in ihrem
tragischen Leben zu sehen. Diese Unabhängigkeit könnte in einem späteren Stadium sogar zur
finanziellen Unabhängigkeit führen. Damit könnten sie selbst für ihre Zukunft sorgen und wären
nicht immer von Spendengeldern abhängig. Dies würde zu einer größeren Freiheit, mehr
Anerkennung und weniger Ausgesetztheit in ihrer Gesellschaft führen.
Ende 2006 konnten 38 Witwen in diesem Projekt unterstützt werden. Um eine Witwe, und
den Bau der Witwenhäuser zu unterstützen ist ein Beitrag von € 25,00 im Quartal
(vierteljährlich) notwendig.
Informationen können Sie über Kontakt anfordern. |